SV Merkur Oelsnitz – Oberlungwitzer SV 4:3 (1:1)
 
Mit einem 4:3-Erfolg im Spitzenspiel gegen den Oberlungwitzer SV bleibt Merkur weiterhin erster Verfolger von Tabellenführer Schöneck und hat den Rückstand von zwei Punkten gewahrt. Die Gäste gingen mit ihrer ersten Gelegenheit nach acht Minuten durch Rückert in Führung und hätten danach mit ihrer zweiten Chance erhöhen können, doch Seifert kam frei zum Schuss aus zentraler Position und ballerte übers Gehäuse. Hier wären weniger Kraft und mehr Präzision angebracht gewesen. Aber auch Oelsnitz stand danach dreimal vor dem Ausgleich, doch der Keeper oder ein Abwehrbein retteten in höchster Not. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nickte Liebich eine präzise Flanke aus Nahdistanz zum 1:1 ein. Nach Wiederanpfiff ging Oberlungwitz erneut in Führung durch einen sehenswerten Kopfball von Rücker (53.) und diese war nicht einmal unverdient. Denn zwei Minuten zuvor rettete Merkel mit letzten Einsatz auf der Linie und den Nachschuss hämmerte Körner – eigentlich eine „Hundertprozentige“ – an die Lattenoberkante. Doch der Gastgeber schlug zurück und wie. Liebich und Döge drehten innerhalb von drei Minuten die Partie (59./62.). Als Döge auf 4:2 erhöhte (69.), schien die Messe gelesen, doch Tavani verkürzte nur eine Minute später mit Hilfe des Innenpfostens auf 4:3 und die 156 Zuschauer bekamen vor allem nach der Pause ein gutes und spannendes Spitzenspiel geboten. Dazu passte auch die tadellose Leistung vom jungen Referee Til Wagner – auch wenn die Gästebank das eine oder andere etwas anders sah – der trotz Schiedsrichterbeobachtung unaufgeregt seine Linie durchzog. Merkurs Sportlicher Leiter Marco Schwab sprach von einem verdienten Sieg: „Ich kann jede Woche nur den Hut ziehen, wie die Mannschaft sich immer wieder nach Rückständen rein- und zurückkämpft in die Spiele.“ Ähnlich sah es auch sein Trainer Kenny Häußler: „Uns haut so schnell nichts um und die Moral bleibt intakt. Natürlich hatten wir auch Glück, dass der Gegner viele Chancen ungenutzt ließ.“ Mehr als eine Randnotiz ist die Einwechslung nach längerer Verletzungspause von Willi Schreiner wenige Minuten vor dem Schlusspfiff. Das Oelsnitzer Eigengewächs war schon in der bisher einzigen Landesligasaison 2011/12 am Ball (11 Einsätze) und ist jetzt mit 154 Einsätzen in Bezirksliga und Landesklasse neuer Rekordspieler beim SV Merkur.   (stwi)
 
(Foto von J. Thoß/Freie Presse): Anthony Liebich, der die ersten beiden Treffer erzielte, steigt hier am Höchsten und nutzt seine Kopfballstärke.
 
#sogehtsächsisch