Was für ein Auftritt auf der größten deutschen Bühne des Sportschießens: Mit insgesamt sieben Medaillen, darunter ein Deutscher Meistertitel, kehren unsere Sportschützen von den Deutschen Meisterschaften in München-Hochbrück zurück. Nach den Titelgewinnen in den Jahren 2022, 2023 und 2025 setzt unsere Gilde damit ein weiteres Ausrufezeichen. Elf Aktive, 26 Starts und neun Mannschaften – die Zahlen allein erzählen bereits von der Breite des Auftritts. Vor allem aber die Qualität der Ergebnisse lässt aufhorchen. Ein Deutscher Meistertitel, vier Vizemeisterschaften und zwei Bronzemedaillen stehen am Ende einer außergewöhnlich erfolgreichen Meisterschaftswoche zu Buche.

Gold zum Auftakt: Deutscher Meister mit dem Revolver

Der Auftakt am Dienstag hätte kaum besser laufen können. In der Disziplin Revolver .357 Magnum sorgten Aron Fläschendräger, Frank Eberlein und Hans-Martin Leibnitz gleich für den ersten Paukenschlag. Mit einer starken Mannschaftsleistung sicherten sie sich den Deutschen Meistertitel. Auch in der Einzelwertung setzte die Gilde direkt Ausrufezeichen. Hans-Martin Leibnitz gewann Silber, während Aron Fläschendräger mit Bronze nicht nur eine weitere Medaille holte, sondern zugleich einen neuen sächsischen Landesrekord aufstellte. Frank Eberlein rundete das starke Mannschaftsergebnis mit Platz fünf ab. Auch die zweite Mannschaft schlug sich achtbar: Dirk Löffler, Frank Zeibig und Enrico Eichel belegten unter 21 Mannschaften den elften Platz. Damit war der Grundstein für eine außergewöhnliche Meisterschaft bereits gelegt.

Nur zwei Ringe fehlen zu Bronze

Direkt im Anschluss ging es mit dem Revolver .44 Magnum weiter. Auch hier präsentierte sich die Mannschaft in starker Form. Am Ende stand Platz vier in der Teamwertung – lediglich zwei Ringe fehlten zum Sprung auf das Podest. Für ein weiteres persönliches Highlight sorgte erneut Aron Fläschendräger. Mit Silber in der Einzelwertung sammelte er seine zweite Medaille der Meisterschaften. Frank Eberlein belegte Platz sieben, Hans-Martin Leibnitz wurde Achter.

Silber in der Paradedisziplin

Am Mittwoch stand mit der Pistole .45 ACP eine Disziplin auf dem Programm, die in den vergangenen Jahren eng mit den größten Erfolgen der Gilde verbunden war. Bereits 2022 und 2023 hatte die Mannschaft hier den Deutschen Meistertitel gewonnen. Auch diesmal kämpfte das Team um Aron Fläschendräger, Frank Eberlein und Hans-Martin Leibnitz um Gold. In einem packenden Duell mit der SG Mühlheim-Dietesheim musste sich die Gilde am Ende knapp geschlagen geben. Dennoch bedeutete Platz zwei die Silbermedaille in der Mannschaftswertung. Und auch in der Einzelwertung gab es Grund zum Jubeln: Hans-Martin Leibnitz sicherte sich ebenfalls Silber. In einem spannenden Stechen setzte er sich gegen den erfahrenen Martin Bartram durch und machte damit seine zweite Einzelmedaille bei diesen Meisterschaften perfekt.

Erste DM-Medaille für Thomas Birner

Eine besondere Geschichte schrieb auch Thomas Birner in der Standardpistole. Das neu formierte Team mit Yannic Grießbach, Henry Hirte und Thomas Birner zeigte eine starke Mannschaftsleistung und belegte am Ende Platz acht von 18 Mannschaften. Das Ergebnis ist umso höher einzuschätzen, da die Disziplin traditionell mit aktuellen und ehemaligen Nationalkaderschützen stark besetzt ist. Für Thomas Birner wurde der Wettkampf darüber hinaus zu einem ganz persönlichen Meilenstein: In seiner langen Schießsportkarriere gewann er erstmals eine Medaille bei einer Deutschen Meisterschaft. Mit 538 Ringen holte er in der Einzelwertung der Herren III Bronze.

Von Platzierungen und Premieren zum großen Erfolg

Der Weg zu den sieben Medaillen begann bereits einige Tage zuvor. In der KK-Sportpistole am Freitag musste sich die Gilde mit Platz elf im Mittelfeld begnügen. Einen Tag später folgte in der Luftpistole jedoch bereits eine bemerkenswerte Premiere. Die Mannschaft mit Yannic Grießbach, Lukas Naujoks und Henry Hirte hatte sich erstmals seit 2012 wieder für eine Deutsche Meisterschaft qualifiziert. Allein diese Qualifikation war damit bereits ein Erfolg. Gegen die starke Konkurrenz reichte es am Ende zwar nur zum letzten Platz, doch die Teilnahme markierte einen wichtigen Schritt für die Entwicklung der Mannschaft.

Auch der Team-Mix Luftpistole sorgte am Montag für eine Premiere. Laura Langebach und Yannic Grießbach qualifizierten sich erstmals gemeinsam für eine Deutsche Meisterschaft. Trotz eines Platzes im hinteren Drittel überzeugte das Duo mit einer starken Leistung und sammelte wertvolle Erfahrung auf nationaler Ebene.

Am Ende stehen sieben Medaillen und ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann:

Deutscher Meister – Mannschaft Revolver .357 Magnum

Vizemeister – Mannschaft Pistole .45 ACP

Vizemeister – Einzel Revolver .357 Magnum, Hans-Martin Leibnitz

Vizemeister – Einzel Pistole .45 ACP, Hans-Martin Leibnitz

Vizemeister – Einzel Revolver .44 Magnum, Aron Fläschendräger

Bronze – Einzel Revolver .357 Magnum, Aron Fläschendräger, neuer sächsischer Landesrekord

Bronze – Einzel Standardpistole, Thomas Birner

Sieben Medaillen bei einer Deutschen Meisterschaft sind schon für sich genommen eine beeindruckende Bilanz. Noch bemerkenswerter wird sie angesichts der Mischung aus etablierten Leistungsträgern, neu formierten Mannschaften und erfolgreichen DM-Premieren. Der Deutsche Meistertitel mit dem Revolver .357 Magnum krönt dabei eine Meisterschaft, in der die Gilde über mehrere Disziplinen hinweg ihre nationale Klasse unter Beweis gestellt hat. Nach den Erfolgen von 2022, 2023 und 2025 folgt damit ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Vereins.

Hinter diesen Erfolgen stehen jedoch nicht nur die Namen auf den Ergebnislisten. Sie sind das Ergebnis von unzähligen Trainingsstunden, intensiver Vorbereitung, mentaler Stärke und einem Team, das auch in entscheidenden Momenten zusammenhält. Der Name der Oelsnitzer Schützengilde ist damit einmal mehr auf nationaler Ebene angekommen. München-Hochbrück 2026 wird als eine der erfolgreichsten Deutschen Meisterschaften in die Vereinsgeschichte eingehen.