Auf weite Reise ging unsere U11 am vergangenen Wochenende. Gespielt wurde am Samstag ab 09.00 Uhr in der Soccer-Arena Dresden beim Wintec-Autoglas-Budenzauber, vielen besser bekannt als der ehemalige „Dubai-Cup“. Insgesamt waren, bei der größten Hallenfußball-Turnierserie Deutschlands, 32 Teams beim Turnier der U11-Junioren am Start. Um nicht schon sehr früh aufstehen zu müssen, startete unser gesamter Merkur-Tross, bestehend aus den Merkur-Kickern sowie Eltern, bereits am Freitagmittag und übernachtete in einer Pension vor Ort. Nach der Ankunft genossen wir ein leckeres Abendessen und ließen den Tag gemütlich ausklingen. Der nächste Morgen startete mit einem ausgiebigen Frühstück. In der großen Halle sollten uns wenig später insgesamt 7 Vorrundenspiele auf Kunstrasenplätzen (mit und ohne Bande) bevorstehen. Bei unserer vierten Teilnahme in Dresden, wollten wir es endlich mal bis ins Viertelfinale schaffen und somit eine einstellige Endplatzierung erreichen. Nachdem wir mit einem deutlichen 6:0 Auftaktsieg (Levi 3x, Eddy 2x, Kurt) gegen Limbach-Oberfrohna ins Turnier starteten, legten wir auch in den Spielen 2 und 3 entsprechend nach und schlugen Zlicin 2 nach Rückstand mit 4:2 (Tore John 2x, Levi, Eddy) sowie Dresden Leuben mit 3:1 (John, Kurt, Eddy). Im letzten Spiel im „Käfig“ mit Vollbande forderte uns nun die SpG Döbern/ Tschernitz in Spiel 4. Nach komfortabler 3:0-Führung (Levi 2, Kurt) luden wir den Gegner zu zwei Treffern ein und machten es selbst noch einmal spannend. Am Ende brachten wir die Führung aber über die Zeit. Trotzdem machten wir den Merkur-Jungs klar, dass das Turnier keine Nachlässigkeiten erlaubt und schärften nochmals die Sinne. Nun wechselten wir auf die Kunstrasenplätze ohne Bande und wollten auch hier an die bisherigen Leistungen und Ergebnisse anknüpfen. Nach einem souveränen 3:0 Sieg gegen den Berbisdorfer SV (Levi 2, Eddy) standen wir schon vor den beiden abschließenden Gruppenspielen erstmals als Teilnehmer für das Viertelfinale fest. Um aber dem FC Energie Cottbus aus dem Weg zu gehen, musste der Gruppensieg her. So stand im Spiel gegen den Nietlebener SV das „Endspiel“ um den Gruppensieg an. Nach dem wir zu inkonsequent ins Spiel starteten und auch verdientermaßen in Rückstand gerieten, ging ein Ruck durchs Team und wir schnürten den Gegner immer mehr in dessen Hälfte ein. Hatten wir mit gleich zwei Alu-Treffern von Kurt erst noch Pech, konnte unser immer besser aufspielende John per Doppelpack das Spiel auf Merkur-Seite drehen und wir das Spiel auch verdient gewinnen. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Hertha Zehlendorf musste nun mindestens 1 Punkt her um den Gruppensieg perfekt zu machen. Hier gewannen wir durch einen Treffer von Kapitän Levi zwar nur mit 1:0, ließen dem Gegner aber nicht den Hauch einer Chance und hätten deutlicher gewinnen müssen. Mit 7 Siegen aus 7 Spielen stand somit der verdiente Gruppensieg fest und wir hatten unsere Zielsetzung mit dem Erreichen des Viertelfinals somit schon erreicht. Die Merkur-Jungs hatten nun aber Hunger auf mehr und spielten immer besser auf. Unseren Viertelfinal-Gegner Dresden Süd-West spielten wir schwindelig. Dreierpacker John und Levi schossen den 4:0 Sieg heraus. Da zusätzlich der große Favorit Energie Cottbus im Viertelfinale scheiterte, war der Turnierausgang offener denn je. Im Halbfinale wartete mit dem FC Eilenburg ein weiteres Schwergewicht auf uns. Doch mit einer konzentrierten Leistung von Sekunde eins an, zogen wir auch den Eilenburgern den Zahn. Eddy konnte hier einen Doppelpack erzielen und Kurt steuerte den dritten Treffer bei. Auch eine kuriose Zeitstrafe gegen Noah (der Schiedsrichter verwechselte ihn hier wohl mit dem zuvor „verwarnten“ Eddy) konnte uns nicht stoppen und wir standen nach einer weiteren Glanzleistung und dem 3:0 Sieg tatsächlich im Finale gegen den Hoyerswerdaer SV. Nachdem die Merkur-Jungs in der Vergangenheit in entscheidenden Spielen gerne mal verkrampften, gaben wir Trainer dem Team nur die Botschaft mit, dass sie das Spiel genießen und Spaß haben sollten. In einem zunächst typischen Finalspiel mit viel Aufregung auf beiden Seiten, entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Hoyerswerda ging dann durch einen strammen Knaller aus dem Hinterhalt in Führung. Da Final-Spiele bekanntlich dafür da sind gewonnen zu werden, dachte sich unser Keeper Mats das Spiel wieder spannend zu machen und zimmerte den Ball aus großer Distanz in den rechten Winkel des Hoyerswerdaer Tores. Es stand somit 1:1 und alles war wieder offen. Wir hatten nun mehr Spielanteile und zwei Chancen zur Führung. Auf der Gegenseite aber auch Glück, dass ein Ball vom Innenpfosten nicht ins Tor sprang. Als sich Alle schon auf das bevorstehende Neunmeterschießen einstellten, hatte unser Kurt noch eine Idee und konnte nur per Foul gestoppt werden. Den anschließenden indirekten Freistoß legte er auf Kapitän Levi ab und dieser hämmerte den Ball nochmal aufs gegnerische Gehäuse. Leicht abgefälscht schlug der Ball 10 Sekunden vor Spielende rechts unten im Tor ein und grenzenloser Jubel brach aus. Wir mussten uns nun aber nochmal kurz zusammenreißen, da der Schiedsrichter das Spiel nochmal freigab. Hier ließen wir aber nichts mehr anbrennen und mit dem Schlusspfiff brachen alle Dämme bei uns Sperken. Die Sensation war perfekt und wir gewannen tatsächlich den „Dubai-Cup“. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung, ragten mit Antreiber und Kapitän Levi, Abwehrchef Kurt und unserem Keeper Mats und dem Sturm-Duo John & Eddy nochmal einige Jungs heraus, die einen Glanztag erwischten. Da ein solcher Erfolg aber immer eine Teamleistung ist, haben aber auch Michl, Nick und Noah einen großen Anteil am Turniersieg. Levi durfte wenig später den riesigen Pokal für den Gewinner entgegennehmen und zusätzlich wurde Kurt noch ins All-Star-Team des Turnieres berufen und konnte sich über eine persönliche Auszeichnung freuen – seine Mannschaftskameraden freuten sich gleich mit. Nach einigen Fotos und Lobesworten an die Merkur-Kicker für die gezeigten Leistungen, traten wir erschöpft aber überglücklich die Heimreise nach Oelsnitz an. Wahnsinn, was die Jungs an dem Tag abgerissen haben! (KS)
Für Merkur spielten: Mats Fernow (Torwart / 1 Tor), Michl Tröger, Levi Macal (11), Noah Simmler, Nick Schindler, Kurt Gerschau (4), John Wurzer (8), Eddy Schneider (7)
#sogehtsächsisch