Die F1 des SV Merkur 06 Oelsnitz war am Wochenende beim Metzgerei-Herpich-Turnier in Köditz im Einsatz. In einer ungewohnten Spielform mit einem Torwart und fünf Feldspielern sowie einer einseitigen Bande ohne Seitenaus mussten sich die jungen Merkur-Kicker erst zurechtfinden. In der Gruppenphase traf Merkur Oelsnitz in Gruppe A auf den TSV Köditz 1, den 1. FC Höllental und den SV Union Selb. Das erste Spiel gegen das Team aus dem Höllental begann vielversprechend und konnte mit 2:1 gewonnen werden. Im zweiten Gruppenspiel zeigte die Mannschaft viel Kampf und Leidenschaft, kam aber gegen den TSV Köditz 1 nicht über ein 0:0 hinaus. Im letzten Gruppenspiel folgte ein verdienter 1:0-Sieg gegen Union Selb. Damit belegte Merkur Oelsnitz Platz 1 in Gruppe A und qualifizierte sich für das Halbfinale. Dort wartete der TSV Köditz 2. In allen Spielen war bei den Merkur-Kindern viel Einsatz zu sehen, auch wenn der Spielfluss und die Zahl schöner Spielzüge überschaubar blieben. Vieles wurde über Kampf, Durchsetzungsvermögen, konsequentes Nachsetzen und Pressing gelöst. Im Halbfinale zahlte sich das aus: Mit mehr Power in der Offensive und einer standfesten Abwehr gewann Merkur Oelsnitz relativ klar mit 3:1. Im zweiten Halbfinale setzte sich der TSV Bayreuth – St. Johannis knapp mit 4:3 gegen den TSV Köditz 1 durch. Das Finale gegen das Team aus Bayreuth entwickelte sich zu einem packenden Duell auf Augenhöhe. Merkur Oelsnitz erspielte sich gute Chancen, diese blieben jedoch teilweise fahrlässig ungenutzt. So endete die reguläre Spielzeit 0:0 – und es ging, wie so oft in dieser Hallensaison, ins 7-Meter-Schießen. Dort traf Bayreuth dreimal. Merkur-Torwart Emil zeigte starke Reflexe und war gleich dreimal am Ball, konnte die Gegentreffer jedoch nicht verhindern. Auf Oelsnitzer Seite verwandelten zwei von drei Schützen, der dritte Versuch landete unglücklich am Torgebälk. Trotz großer Enttäuschung der Kids, stand am Ende ein knapper zweiter Platz, aber eine insgesamt starke Turnierleistung der jungen Merkur-Kicker, die mit Einsatz, Teamgeist und Moral überzeugten. (MB)

Für Merkur spielten: Emil Dietzel (Tor) – Lasse Meinel (2), Johann Haselbach (1), Louis Steiner, Tyler Krauße (3), Finn Richter (1), Max Bauer (1)

#sogehtsächsisch