Beim Köhler Bau Cup der U9 in Greiz trat unsere F-Jugend des SV Merkur Oelsnitz als eines von acht Teams an. Gastgeber des Turniers war die SG Langenwetzendorf/ Hohenleuben, die gemeinsam mit dem Meeraner SV, dem JFC Gera und dem 1. FC Greiz die Gruppe A bildete.
Wir starteten in Gruppe B gegen SV Schott Jena, SV Blau-Weiß Auma und den FC Thüringen Weida. Gespielt wurde nach den Regularien des Thüringer Fußball-Verband. Im Grunde nichts Neues für unsere Jungs – mit einer Ausnahme: Die vom Schiedsrichter ausgelegte Rückpassregel sorgte bei Trainern wie Spielern zunächst für einige Fragezeichen. In dieser Altersklasse bislang ungewohnt, stellte sie alle Teams vor eine zusätzliche Herausforderung. Dennoch wurde die Vorgabe umgesetzt – und verlangte den Kindern ein weiteres Stück Spielverständnis ab. Der Turnierstart gegen FC Thüringen Weida wurde leider komplett verschlafen. Zu große Abstände, zu viel Platz für den Gegner, zahlreiche Distanzschüsse – und kaum ein Zweikampf, der konsequent geführt wurde. Das komplette Team bis ins Tor blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten. Das 0:6 war in dieser Höhe verdient, spiegelte aber keineswegs das eigentliche Potenzial unserer Mannschaft wider. Eine ungewohnt schwache Leistung – und ein Weckruf.
Allen war klar, mit einer ähnlichen Leistung würde man gegen Jena untergehen. Die Jungs zeigten von Beginn an ein anderes Gesicht. Zwar kassierten wir zwei frühe Gegentore, doch danach war Merkur voll im Spiel. Yannis im Tor glänzte mit Parade um Parade und wurde zur echten Wand hinter seinem Team. Der verdiente Anschlusstreffer zum 1:2 brachte neue Hoffnung. Kurz vor Schluss bot sich sogar noch die Chance zum Ausgleich – mit etwas mehr Cleverness wäre das 2:2 möglich gewesen. So blieb es bei einer knappen 1:2 Niederlage, die jedoch selbst das spätere Siegerteam überraschte. Mit diesem Ergebnis war der Halbfinaleinzug zwar außer Reichweite, doch die Moral war zurück. Im Spiel um Platz drei der Gruppe wollte das Team noch einmal ein Zeichen setzen – und das gelang eindrucksvoll. Mit Schwung und Spielfreude gewann Merkur verdient mit 5:0. Dennoch zeigte sich erneut: Wenn die Angriffe konsequenter ausgespielt würden, statt frühzeitig „zu bolzen“, wäre noch mehr möglich. Trotzdem ein starker und souveräner Auftritt. Darauf folgte das kleine Halbfinale gegen Gera und die Mannschaft machte dies taktisch klug. Der verdiente 2:0-Erfolg brachte das Team ins Spiel um Platz fünf. Gegen den zweiten sächsischen Vertreter – Meerane – zeigte Merkur erneut eine konzentrierte Leistung.Am Ende stand ein verdienter Sieg und damit ein guter 5. Platz.
Man kann resümieren, nach einem enttäuschenden Auftakt zeigte die Mannschaft Charakter, steigerte sich von Spiel zu Spiel und belohnte sich mit mehreren Erfolgserlebnissen zum Abschluss. Gerade die Leistung gegen den späteren Turniersieger aus Jena macht deutlich, welches Potenzial in diesem Team steckt. Am Ende des Tages wurden bei der Siegerehrung auch bester Spieler, Torhüter und 2 teilnehmende G-Jugend Spieler geehrt. Nach dem besten Spieler vom 1. FC Greiz, holte Yannis sich überaus verdient den Pokal zum besten Torhüter des Turniers und neben einem Spieler des Meeraner SV, bekam auch Paul, von unser G-Jugend hier eine Medaille, als Anerkennung, sich hier zwischen den vielen älteren Kids, dennoch ordentlich gezeigt zu haben. Im Finale setzte sich SV Schott Jena im Neunmeterschießen gegen den FC Thüringen Weida durch – und wir konnten mit Stolz sagen: Gegen den Turniersieger haben wir mehr als ordentlich abgeliefert. Nun heißt nochmal 2 Woche durchatmen, bevor das letzte Hallenturnier der Saison beim SV Planitz ansteht. (MB)
Für Merkur spielten: Yannis Sperling (Tor), Lasse Meinel, Nikita Frei (1), Christoph Heinzmann, Johann Haselbach (1), Paul Stöhr, Tyler Krauße (3), Max Bauer (4)
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