SV Merkur Oelsnitz – BSC Freiberg 2:1 (2:0)
Mit einem 2:1-Sieg über den BSC Freiberg hat sich Merkur Oelsnitz in der Fußball-Sachsenklasse mit 33 Zählern auf Tabellenplatz drei verbessert und liegt hinter dem punktgleichen ESV Lok Zwickau, der wiederrum Spitzenreiter Schöneck mit dem gleichen Ergebnis auf die Heimreise schickte. Der taktisch hervorragend eingestellte Gastgeber führt zur Pause hochverdient mit 2:0 und ließ nur eine Chance zu. Nachdem Andreas Knoll und Luis Weiland noch am Gästeschlussmann scheiterten war es ausgerechnet dieser, der die Niederlage für sein Team einleitete. Nach einem missglückten Abspiel stand der Torwart zu weit vor seinem Kasten und Ardijon Gashi hob den Ball raffiniert aus etwa 25 Metern ins Tor (21.). Und der Sommerneuzugang von Fortuna Plauen, der bisher in 15 Partien für Merkur zweimal traf, legte eine viertel Stunde später nach. Frei vor dem Tor auftauchend verwandelte er überlegt zum 2:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff scheiterte Tobias Zöphel mit einem Kopfball am Torwart und verpasste die Vorentscheidung. Nach dem Seitenwechsel bekamen die 115 Zuschauer einen offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten zu sehen, weil auch die Gäste deutlich aktiver wurden. Merkur Keeper Simon Görtz hielt zunächst einen Foulstrafstoß und war später beim Anschlusstreffer ohne Abwehrchance, weil davor ein Fehler der Oelsnitzer Hintermannschaft von Hanitsch eiskalt ausgenutzt wurde (53.). Am Ende blieb es bei diesem knappen 2:1, weil beide Torhüter danach sich mehrfach auszeichnen konnten. Der gerade eingewechselte Tim Spitzner vergab allerdings die größte Möglichkeit für die Heimelf. Einen vom Torhüter nach vorne abgewehrten Ball wollte „Spitz“ aus kurzer Entfernung unter die Latte hämmern, am Ende hatte die Höhe vom Fangnetz gerade noch gereicht. Der Oelsnitzer Sportliche Leiter Marco Schwab zeigte sich mit dem Auftritt und dem Ergebnis seiner Mannschaft sehr zufrieden: „Nach der Klatsche gegen Schöneck zeigte das Team erneut Charakter und war vor allem im Defensivverhalten hervorragend. Matchwinner neben dem Doppeltorschützen Ardijon Gashi ist für mich ganz klar Lohse-Vertreter Simon Görtz, der neben dem gehaltenen Elfmeter weitere starke Paraden zeigte und einen entscheidenden Anteil am Sieg hat.“ Zum Schluss sollte eines nicht unerwähnt bleiben, nachdem in fast allen oberen Spielklassen die Schiedsrichter zuletzt immer häufiger in der Kritik stehen. Auch wenn man es von ihm seit Jahren gewohnt ist, der Auftritt von Bürk Haubner im Zusammenspiel mit seinen Assistenten würde jedem Schiedsrichter-Lehrfilm gerecht werden. Haubner agierte nahezu fehlerfrei, immer auf der Höhe des Geschehens, klar kommunizierend und sich selbst nicht zu wichtig nehmend. (stwi)
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