Sachsenklasse 18. Spieltag
VfB Annaberg – SV Merkur Oelsnitz 1:2 (1:2)
Es war ein Wochenende wie es besser hätte nicht laufen können für Merkur Oelsnitz. Einen Tag nach dem fast sensationellen 4:1-Sieg unserer „Zweiten“ gegen den souveränen Spitzenreiter Großfriesen in der Vogtlandklasse, hat unsere erste Mannschaft ihr Spitzenspiel in Annaberg am Sonntag mit 2:1 gewonnen. „Du kannst ruhig schreiben, dass ich auf beide Mannschaften mächtig stolz bin“, sprudelte es aus Merkur Präsident Jürgen Geigenmüller aus seinem Autotelefon kurz nach Abpfiff in der Nähe von Regensburg auf der Rückreise vom Skiurlaub. Lennox Loris Berger brachte die Oelsnitzer in Führung (18.) und Kapitän Dominic Oehm erhöhte per Strafstoß auf 2:0 (27.). Durch Schuberts feine Einzelleistung gelang eine Minute vor dem Halbzeitpfiff der Anschlusstreffer, welches gleichzeitig der Endstand war. „Wir hatten vier Chancen und machen zwei Tore, der Gegner macht aus seiner einzigen Chance ein Treffer in Halbzeit eins“, war das Zwischenfazit von Merkur Trainer Kenny Häußler, der nicht gänzlich zufrieden war. „Wir wussten, dass Annaberg nicht optimal in die Rückrunde gestartet und anfällig bei Eckbällen ist. Der Plan daraus Kapital zu schlagen ging nicht auf. Dafür standen wir aber hinten kompakt und hatten unsere Umschaltmomente. Auch das Gegentor kurz vor der Pause hätte uns früher eher aus der Bahn geworfen“, war sich der Coach sicher. In der zweiten Halbzeit drückte der Gastgeber verstärkt auf den Ausgleich und erspielte sich ein Übergewicht. Doch die Oelsnitzer Abwehr hielt dem Druck stand und hatte zwei Minuten vor Schluss das Glück des Tüchtigen, denn Schulze traf bei einem Handelfmeter nur den Querbalgen. „Am Ende kann man von einem sogenannten dreckigen Sieg sprechen, weil wir uns in jeden Ball reinwerfen. Ein Punkt wäre aber auch okay gewesen gegen einen guten Gegner. Hätten wir aber ein oder zwei von den sechs Konterchancen sauberer ausgespielt, dann wäre es statt ein dreckiger auch ein verdienter Sieg“, so Häußler, der mit der bisherigen Punktausbeute sehr zufrieden ist. Die Tabellenkonstellation nach drei Rückrundenspielen ist wieder so, wie zur Winterpause. Merkur liegt auf Platz zwei mit 36 Zählern sechs Punkte hinter Schöneck. (stwi)
Bild von Selina Müller: Eine typische Szene in Annaberg. Anthony Liebich (Nummer 66) und Ardijon Gashi versuchen geminsam einen Gegenspieler zu stoppen. Im Hintergrund beobachtet Andreas Knoll (links) und Dominic Oehm die Szene.
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